Schätzungen zufolge gab es um 1914 rund 100 000 unter- schiedliche Motive. Die kleinen Reklamemarken wurden in enormen Auflagen bis zur Millionenhöhe auf perforierten Bogen gedruckt. Kostengünstiger als Plakate, konnten sie in großen Stückzahlen an die Frau, den Mann, vor allem aber an das Kind gebracht werden und erzielten weite Verbreitung. Sie verzierten und verschlossen Briefe, dekorierten Rechnungen und wurden beim Einkauf den Kindern als Geschenk gemacht.
Teils umfangreiche Motivserien wollten vollständig ergattert werden. So band die Sammelleidenschaft der Kinder die Eltern als Kunden.
|