Stählerne Schönheiten. Lokomotiven-Porträts der Maschinenfabrik Esslingen

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 24. Februar bis 2. Juni 2013

Plakat Brandgeschichten

Die bedeutende Maschinenfabrik Esslingen präsentiert das Stadtmuseum im Gelben Haus – allerdings aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel: Gezeigt werden nur Fotografien von Lokomotiven. Das Museum stellt einen Fotobestand vor, der die spektakulärsten Produkte der Maschinenfabrik Esslingen, die dort gefertigten Dampflokomotiven, dokumentiert.





Lokomotiven sind die modernsten Maschinen des 19. Jahrhunderts. Mit Ehrfurcht und Stolz blicken die Zeitgenossen auf diese kraftvollen stählernen Ungetüme, die Produkt der Industrialisierung sind, aber oft Industrialisierung erst möglich machen. So auch in Württemberg. Die Eisenbahn beschleunigt und vermehrt Transporte und Reisen in bisher nicht gekannter Weise. Die historischen Fotografien der Lokomotiven zeigen dieses Sinnbild von Fortschritt, Kraft, Geschwindigkeit und Maschinenschönheit.


Feuerwehr

Anlass zur Ausstellung ist der 200. Geburtstag von Emil von Keßler (1813–1867), dem Begründer und ersten Direktor der Maschinenfabrik Esslingen (ME). In Esslingen hat die ME ab 1846 die gewerbliche Struktur der Stadt völlig verändert. Als einer der größten und modernsten Industriebetriebe des Landes hat sie maßgeblichen Anteil daran, dass Esslingen lange Jahre das bedeutendste industrielle Zentrum im Königreich Württemberg war. Mehr als 5500 Lokomotiven wurden hier gebaut, davon die ersten 2000 bereits bis 1884.


Stadtbrand


In der Maschinenfabrik war es üblich, jede Lokomotive nach Fertigstellung zu fotografieren. Diese Porträts der einzelnen Maschinen wurden mit der damals modernsten Technik – der Fotografie – mit einem enormen Aufwand gefertigt. Dazu wurden Esslinger und Stuttgarter Fotografen mit ihren unförmigen Plattenkameras in die ME bestellt. Die gerade fertigen Lokomotiven stellte man im Freien auf dem Esslinger Bahngelände ab, wo sie vor oder neben dem Werk porträtiert wurden.
Stadtbrand
Die meisten Fotografien sind nicht signiert. Nur der Esslinger Wilhelm Mayer und der Stuttgarter Georg Friedrich Brandseph werden auf einzelnen Abzügen als Fotografen genannt.
Die wenigen erhaltenen Glasplattennegative befinden sich heute im „Archiv der Maschinenfabrik Esslingen, in: Mercedes-Benz Classic, Archive“. Von ihnen wurden für diese Ausstellung in behutsamer Weise neue Vergrößerungen gemacht. Sehr wenige zeitgenössische Albuminabzüge konnten noch in historischen Sammlungen gefunden werden. Einige dieser empfindlichen Fotografien sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. So können die Besucher diese Galerie früher Lokomotiven in ihrer repräsentativen Bedeutung und ihrer ehemals faszinierenden Modernität erleben.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Führungen für Schulklassen.


Die Eröffnung findet am Sonntag, 24. Februar 2013, 11 Uhr im Stadtmuseum im Gelben Haus, Hafenmarkt 7 in Esslingen am Neckar statt.

 



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