VORTRAG – VERANSTALTUNGSREIHE „52 X ESSLINGEN UND DER ERSTE WELTKRIEG“

Kriegsgefangene in und aus Esslingen

Am Dienstag, 7. Februar 2017, 18 Uhr wird im Stadtmuseum im Gelben Haus das Objekt des Monats Februar vorgestellt. Zum Thema Kriegsgefangene informieren diesmal zwei Vorträge von Dr. Christine Beil und Dr. Oxana Nagornaja aus Tscheljabinsk (Russland).

Oxana Nagornaja ist Prorektorin der Hochschule für Verwaltung und Wirtschaft in Tscheljabinsk. Sie hat sich mit einer Arbeit über „Russische Kriegsgefangene des Ersten Weltkrieges in Deutschland (1914–1922)“ habilitiert.
 
Im Ersten Weltkrieg geriet jeder zehnte Soldat in Gefangenschaft. 2,5 Millionen Soldaten aus 13 Ländern, davon zwei Drittel Russen, waren in deutschen Lagern interniert, mehrheitlich als Zwangsarbeiter. Auch in Esslingen gab es Kriegsgefangene, die in Industrie, Landwirtschaft und Privathaushalten arbeiteten. Wie viele Esslinger Soldaten in Gefangenschaft waren, ist unbekannt. Im Stadtarchiv sind jedoch Briefe aus englischen und französischen Lagern überliefert.
 
Die beiden Vorträge beleuchten das Phänomen sowohl aus deutscher Sicht als auch aus dem Blickwinkel der Entente.