Rückblick

Unsere vergangenen Ausstellungen 2018/2019

Ausstellungsplakat

Jugendliche Fotografieren Esslingen

Fotoausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus
17. Mai bis 28. Juli 2019

 

Ausstellungs-Info

Die Ausstellung war Teil der Projektreihe „Fotogeschichten“, die von der Museumspädagogik der Stadt Esslingen betreut wird. 2019 lautete das Thema „Esslingen, Stadt am Wasser - alles fließt“. So haben sich 29 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 a des Theodor-Heuss-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Karin Heinzelmann und einige Schüler aus dem BAZ in Esslingen im Frühjahr auf den Weg gemacht. Sie suchten nach dem visuellen Ausdruck des nassen Elements in der Stadt und haben reizvolle Fotomotive auf die Chipkarte gebannt.

Innere Brücke vom Kesselwasen aus

Foto: Johanna

Das Besondere an der Fotoschau ist die Mitarbeit der Jugendlichen an der Organisation und dem Aufbau der Ausstellung. Die Achtklässler sind nicht nur auf die Suche nach dem besten und künstlerisch wertvollsten Motiv gegangen, sondern haben die Fotoschau von Anfang an mitgeplant. Sie waren an der Öffentlichkeitsarbeit ebenso beteiligt wie an der Auswahl der besten Fotos, dem Ausstellungsaufbau mit der Rahmung der Bilder sowie der Planung und Durchführung der festlichen Vernissage.

Wasserreflexion im Handy

Foto: Fabian G.

Die Projektreihe „Fotogeschichten“ wird von der Museumspädagogik der Stadt Esslingen betreut.
 

Klein-Venedig

Foto: Lukas T.

Ausstellungsplakat

Esslingen und der Erste Weltkrieg. Heimatfront und Zeitenwende

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 9. November 2018 bis 10. März 2019

 
 

Ausstellungs-Info

Blick in die Ausstellung

Wertvolle Leihgaben aus Institutionen wie dem Deutschen Historischen Museum in Berlin und dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart ergänzen die Objekte aus den Depots von Stadtmuseum und Stadtarchiv. Viele besonders interessante Ausstellungsstücke stammen aus Privatbesitz: Es sind sorgsam gehütete Familienschätze oder wiederentdeckte Zeugnisse aus dem Leben der Vorfahren. Gerade diese vielfältigen Objekte mit ihren überlieferten Erzählungen stellen einen besonderen Reiz der Ausstellung dar.
 

Blick in die Ausstellung

Eine Kriegswaffe aus Esslinger Produktion, ein Schützengraben zum Nachbasteln und Holzfasern als Mehlersatz beim Brotbacken: Ganz unterschiedliche Objekte zeigt die neue Ausstellung 1914-1918. Esslingen und der Erste Weltkrieg. Heimatfront und Zeitenwende“ im Stadtmuseum im Gelben Haus. Sie beleuchtet verschiedenste Aspekte des Ersten Weltkrieges und ist Zusammenfassung und Abschluss eines außergewöhnlichen historisch-kulturellen Langzeitprojektes, das 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 2014 begann und nun mit der Ausstellung endet.

Blick in die Ausstellung

Das Besondere der Ausstellung und des ganzen Projektes ist der Blick weg von der Front. Der Fokus liegt auf dem Einfluss des Krieges auf die Menschen und das Leben an der sogenannten Heimatfront. Esslingen war im Ersten Weltkrieg zwar nicht direkt vom eigentlichen Kriegsgeschehen betroffen, dennoch prägten die enormen Verluste und die Kriegsanstrengungen jede einzelne Familie, jeden Betrieb und die ganze Stadt.

Blick in die Ausstellung

Diese Auswirkungen haben Stadtmuseum im Gelben Haus und Stadtarchiv in dem Projekt „52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg“ erforscht und viereinhalb Jahre lang in vielen Facetten präsentiert. Die 52 Objekte, die seit 2014 Monat für Monat vorgestellt, aber jeweils nur vier Wochen lang gezeigt worden sind, sind nun noch einmal bis zum Ausstellungsende im März 2019 zu sehen. Ergänzt werden sie durch zahlreiche weitere Ausstellungsstücke, die einzelne Themen vertiefen sowie Vorgeschichte und Folgen des Ersten Weltkrieges illustrieren.

Blick in die Ausstellung

Die Besucherinnen und Besucher können in der Ausstellung die Jahre von 1914 bis 1918, in denen die Lebensverhältnisse immer schwieriger und trauriger wurden, nachverfolgen. Sie sehen, wie die Propaganda in die Kinderbücher und Kinderzimmer einzog und wie Kriegsverwundete und Kranke in den Lazaretten lebten. Auch Nahrungsknappheit und Verschlechterung der wenigen vorhandenen Lebensmittel werden thematisiert. Dennoch gab es gleichzeitig patriotische Gaben oder Weihnachtsgeschenke. Mit der Niederlage und der Revolution im November 1918 waren die Leiden der Bevölkerung jedoch nicht zu Ende: Heftige Kämpfe, andauernde Not und immer schneller wachsende Inflation, aber auch Versehrte und die Trauer um die vielen Gefallenen und Vermissten prägten noch lange die deutsche wie die Esslinger Gesellschaft.

Blick in die Ausstellung

Fotografien: Michael Saile

Ausstellungsplakat

Eine Mitmachausstellung für die ganze Familie über Orientierung, Unterwegssein und Ankommen

Ausstellung im Museum im Schwörhaus - Wechselausstellung J. F. Schreiber-Museum vom 6. Mai bis 28. Oktober 2018 

Ausstellungs-Info

Blick in den Ausstellungsraum

Wie erreichst du das Ziel einer Reise? Ganz einfach … Navi an und los geht’s! Es gibt aber noch viele weitere Möglichkeiten, wie du dich zurechtfinden kannst. Dazu hat der Mensch ganz besondere natürliche Voraussetzungen. Er hat sich aber auch viele Hilfsmittel ausgedacht. Was es da so alles gibt, konntest du in der Ausstellung herausfinden.

Blick in die Abteilung: Standortbestimmung

Globette und Kompasius zeigten im Schwörhaus, wie sich Menschen orientieren. Sie halfen, die richtige Richtung einzuschlagen und den Weg von A nach B zu finden. Kleine und große Besucherinnen und Besucher konnten spielerisch Antworten auf viele Fragen finden: Wie lernen wir Orientierung? Wie machen das Tiere? Wie können wir unseren Standort bestimmen? Und wie die Himmelsrichtungen? Was hilft uns den Weg zwischen zwei Orten zu finden?
 

Orientierung in der Nähe: Stadtplan und Luftbild

Fotografien: Michael Saile

Ausstellungsplakat

Aspekte unserer Esskultur

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus
vom 18. März bis 14. Oktober 2018

Ausstellungs-Info

Die Menschen tun es jeden Tag, nahezu überall und auch in den Medien ist es in aller Munde: Essen. Die Frage, was man isst oder essen sollte, wird angeregt diskutiert. Dass es mittlerweile um viel mehr als die bloße Nahrungsaufnahme geht, zeigte die Ausstellung.
 

Eingangsraum: Löffelinstallation

Zu sehen waren historische Kostbarkeiten wie eine Dose „Liebig’s Fleischextrakt“, der das erste massenhaft erzeugte industrielle Lebensmittel in Deutschland war. Die vielfältigen reichten außerdem von der prächtigen Skulptur des Hl. Urban der Weingärtner Esslingen über ein CARE-Paket aus der Nachkriegszeit bis zu Beispielen der neuesten Ernährungstrends.

Blick in die Ausstellung: Mangel und Überfluss

Es wurden aber nicht nur empfindliche und wertvolle Objekte hinter Glas gezeigt. In den Räumen wuchsen echte Pflanzen und eine Riechstation bot sinnliches Erleben.

Blick in die Ausstellung: Mangel und Überfluss

Außerdem gaben unterhaltsame Mitmachstationen Antworten auf zahlreiche Fragen zum Thema Essen: Was hat ein Vulkanausbruch mit dem Hungerwinter 1816/17 zu tun? Und das Cannstatter Volksfest und die Sparkassen? Seit wann gibt es industriell hergestellte Lebensmittel?

Blick in die Ausstellung: Essgewohnheiten in aller Welt

Wie könnte man die wachsende Weltbevölkerung ernähren? Wer erfand die Konservendose? Wann wurde das erste deutsche Kochbuch geschrieben? Wer ist der offizielle Weltmeister im Weintrinken? Was ist Meal Prep? Und was eine Kochbox?

Blick in die Ausstellung: Küche und Fliessband

So griff die Ausstellung aktuelle Tendenzen der Esskultur auf, um den Besucherinnen und Besuchern einen Blick zurück, aber auch in die Zukunft zu geben.

Internationalität

Fotografien: Michael Saile

Schülerausstellung "Schüler machen Eat-Art"

Ganz spontan entstand in Anlehnung an die Ausstellung „In aller Munde. Aspekte unserer Esskultur“ im Unteren Turmraum des Stadtmuseums im Gelben Haus eine kleine Schülerausstellung. Schülerinnen und Schüler der Zollberg-Realschule aus unterschiedlichen Klassenstufen haben sie im Kunstunterricht entwarfen bei Lehrerin Ilona Timmermann kulinarische Köstlichkeiten wie liebevoll verzierte Cupcakes, Riesenzuckerwatte und pralle Beeren. Die Leckereien waren allerdings nicht zum Verzehr gedacht, sondern sind reines Augenfutter.

gehäkelte Früchte: Erdbeere und Weintrauben

Die Jugendlichen haben sich intensiv mit der Kunstrichtung Eat-Art auseinandergesetzt. Außerdem beschäftigten sie sich mit dem Pop-Art-Künstler Claes Oldenburg mit seinen überdimensionalen Nachbildungen von Konsumgütern. So schufen einige Schüler aus Papier, Wollfäden und Farbe detaillierte Abbilder von Süßigkeiten wie Tortenstücken, Bonbons und buntem Eis am Stiel. Andere malten das klassische Motiv des Stilllebens mit Obstschale in leuchtenden Farben oder häkelten sorgfältig Abbilder von Früchten und Donuts.

Blick in die Ausstellung

„Dabei sind bunte Bilder, schmackhafte Collagen und leckere Objekte entstanden“, freute sich Lehrerin Ilona Timmermann. „Alle ausgestellten Arbeiten wurden von den Schülern im Kunstunterricht erschaffen, dabei spielten die persönlichen Vorlieben, Freude und Begeisterung eine große Rolle. All das ist in den Werken nicht zu übersehen!“

Blick in die Ausstellung
Ausstellungsplakat

Die Sammlung Hannelore und Jürgen Pintscher

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus
18. November 2017 bis 25. Februar 2018

Ausstellungs-Info

Schwibbogen und Weihnachtspyramide gehören für viele Menschen zur Weihnachtszeit. Ebenso verbreiten Engel- und Bergmann-Leuchter, Räuchermännchen und Nussknacker mit Kerzenlicht und Räucherduft jedes Jahr vorweihnachtliches Flair.
 

Nussknacker

Auch im Stadtmuseum im Gelben Haus stimmen zahlreiche weihnachtliche Figuren die Besucher auf die kommenden Feiertage ein: Die Ausstellung präsentiert mit wertvollen, teils historischen Holzfiguren aus dem 19. Jahrhundert die Geschichte des Kunsthandwerks im Erzgebirge.

Engelgruppe

Sie zeigt die ganze Bandbreite der Holzfiguren aus dem Erzgebirge: historische und moderne Figuren, die ausgeklügelten Herstellungsmethoden und Figuren in allen Größen, von der Miniatur bis zum mannshohen Nussknacker, der zähnefletschend für ein vorsichtiges Besucher-Selfie strammsteht.

Blick in die Ausstellung

Gleichzeitig erzählt die Ausstellung jedoch von der großen Krise, die die einst reiche Bergbauregion erfasste. Die Menschen konnten sie nur mit einem tiefgreifenden Strukturwandel und völliger wirtschaftlicher Neuorientierung bewältigen.

Weihnachtsmänner

So veränderten die hochspezialisierten Bewohner die Produktion. Aus Holz fertigten sie durch Sägen, Drechseln und Verleimen komplizierte Gegenstände – zunächst praktische Haushaltsgeräte, aber schon im 18. Jahrhundert Spielzeug und dekorative Puppenfiguren. Sie waren preisgünstig, variantenreich und wegen der charakteristischen Herstellungsweise leicht als Erzeugnisse aus dem Erzgebirge zu erkennen.

Weihnachtskaufladen

Im 19. und 20. Jahrhundert setzte sich der Strukturwandel fort. Aus den Traditionen des Erzgebirges entstanden Figurentypen, die nicht nur praktisch oder zum Spielen geeignet, sondern zunehmend dekorativ waren: Nussknacker,Räuchermännchen, figürliche Kerzenleuchter. Ganze Bergmannsgruppen, Engelsorchester und reich bestückte Pyramiden und Schwibbogen verbreiteten das Weihnachtsbild des Erzgebirges in ganz Deutschland.

Reifentiere

Kinderspielzeug wie die massenhaft gefertigten Reifentiere kam dazu, als Weihnachten sich immer mehr zum Schenkfest für Kinder entwickelte.

Blick in die Ausstellung

Im Dritten Reich wurden zusätzlich Millionen von hölzernen Abzeichen, vor allem für das Winterhilfswerk gefertigt. In DDR-Zeiten waren die Figuren aus Seiffen, Olbernhau und anderen Orten wichtige Devisenbringer. Seit der Globalisierung im ausgehenden 20. Jahrhundert erleben die sächsischen Kunsthandwerker durch Kopien und Importe aus Fernost eine neue Krise.

Besucher in der Ausstellung

In der Ausstellung waren die schönsten historischen Stücke aus den umfangreichen Beständen der Esslinger Sammler Hannelore und Jürgen Pintscher zu sehen. Die originalen Erzgebirgsfiguren erfreuen die Besucher mit ihrem Detailreichtum und wecken die Schaulust bei Groß und Klein.

Besucher in der Ausstellung