Rückblick

Unsere vergangenen Ausstellungen 2019

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 7. April bis 3. November 2019 

Ausstellungs-Info

Läden und Geschäfte prägen das Stadtbild und versorgen die Menschen mit Dingen des täglichen Bedarfs. Aber im Lauf der Jahrzehnte erlebten die Einkaufswelten große Veränderungen. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung in Esslingen in den letzten 70 Jahren.

Blick in die Ausstellung: Eingangsraum

Wenn über die Verödung der Innenstädte und die zunehmende Eintönigkeit der Einkaufsstraßen geklagt wird, wird oft gefragt: Wie sahen die Geschäftsstraßen in Esslingen früher aus? Welche Rolle spielen die Kunden bei diesen Veränderungen? Die Ausstellung zeigt die Entwicklung in Esslingen seit Ende der 1940er Jahre. Sie widmet sich Themen rund um Esslinger Läden und Geschäfte, die zwar immer noch das Stadtbild prägen, aber auch einen großen Wandel erleben.

Blick in die Ausstellung: Geschäfte in der Küferstraße

Fotografien und Erinnerungsstücke von Privatleuten und aus dem Besitz von Stadtarchiv Esslingen und Stadtmuseum im Gelben Haus zeigen, wo Eltern und Großeltern einst einkauften und wo man heute hingeht. Die Ausstellungsobjekte erinnern an immer noch bekannte oder an lange vergessene Läden, denn manche Geschäfte sind legendär, andere längst Geschichte. Es gibt auch Läden, die auf eine mehr als 100-jährige Tradition zurückblicken, einige davon werden ebenfalls vorgestellt.

Blick in die Ausstellung: Geschäfte einst und jetzt

In der Ausstellung tauchen die Besucherinnen und Besucher in die Einkaufswelt der letzten 70 Jahre ein. Dabei können sie sich in vergangene Zeiten und Erinnerungen zurückversetzen, aber auch über ihr eigenes Kaufverhalten nachdenken. Was hat sich verändert und wie kauft man wohl in einigen Jahrzehnten ein? So ist die Ausstellung mehr als nur eine nostalgische Entdeckungstour durch Esslingen.

Blick in die Ausstellung: Geschäfte in der Pliensaustraße

Fotografien: Michael Saile

Klima schreibt Geschichte

Familien-Mitmachausstellung im Museum im Schwörhaus – Wechselausstellungen J. F. Schreiber-Museum vom 26. Mai bis 13. Oktober 2019

Ausstellungs-Info

Held und Klimaforscher sind kleine und große Besucherinnen und Besucher in der neuen Mitmachausstellung „Donnerwetter! Klima schreibt Geschichte“. Die von den Städtischen Museen Heilbronn entwickelte Ausstellung für die ganze Familie wird vom 26. Mai bis 13. Oktober im Museum im Schwörhaus – Wechselausstellungen J. F. Schreiber-Museum, Marktplatz 12 gezeigt.

Blick in die Ausstellung: Wald und Wiese

In der neuen Familien-Mitmachausstellung lässt sich unterhaltsam und informativ entdecken, wie Wetter, Klima und Klimaveränderung das Leben von Mensch und Tier schon seit Jahrtausenden bestimmen und sie gezwungen haben, sich immer wieder daran anzupassen. In liebevoll gezeichneten Szenenbildern erkunden die Museumsbesucher wie in einem begehbaren Bilderbuch zehn Themenstationen.

Blick in die Ausstellung: Eiszeit

Allein oder im Team können die Besucher spannende Fragen zum Klima und seiner Geschichte auf einer Entdeckungsreise durch die Ausstellung lösen. Sie führt von den Lebensverhältnissen in der Eiszeit über die schneereichen „Bilderbuchwinter“ vergangener Jahrzehnte bis zum heutigen Klima und wagt einen „Ausblick in die Zukunft“.

Blick in die Ausstellung: Mythologie

Unterwegs gilt es knifflige Rätsel zu lösen: Dabei begegnen die angehenden Klimaexperten Bauern und Göttern in einem verwunschenen Tempel, erforschen die Geheimnisse einer magischen Sonnenuhr oder retten eine Stadt vor einer drohenden Flutkatastrophe. Gleichzeitig erfahren sie, wie Wetter und Klima den Lauf der Geschichte beeinflussen.

Blick in die Ausstellung: Archiv

In der Ausstellung erhalten Klein und Groß Antworten auf zahlreiche Fragen: Woher kennt man das Klima des Eiszeitalters? Wie versuchte man früher das Wetter vorherzusagen? Welche „Wettermesser“ gibt es? Was passierte im „Jahr ohne Sommer“ – und gab in Esslingen damals ebenfalls keinen Sommer? Denn auch über Wetterphänomene in Esslingen und der Region erzählt die Ausstellung viel, wie über den großen Eisgang auf dem Neckar 1928/29 oder den Orkan „Lothar“ an Weihnachten 1999. „Donnerwetter“ ist ein besonderes Museumserlebnis für Kinder, Eltern, Großeltern und alle, die mehr über Klima und Wetter erfahren möchten.

Blick in die Ausstellung: Klimaveränderungen

Fotografien: Michael Saile

Ausstellungsplakat

Jugendliche Fotografieren Esslingen

Fotoausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus
17. Mai bis 28. Juli 2019

 

Ausstellungs-Info

Die Ausstellung war Teil der Projektreihe „Fotogeschichten“, die von der Museumspädagogik der Stadt Esslingen betreut wird. 2019 lautete das Thema „Esslingen, Stadt am Wasser - alles fließt“. So haben sich 29 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 a des Theodor-Heuss-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Karin Heinzelmann und einige Schüler aus dem BAZ in Esslingen im Frühjahr auf den Weg gemacht. Sie suchten nach dem visuellen Ausdruck des nassen Elements in der Stadt und haben reizvolle Fotomotive auf die Chipkarte gebannt.

Innere Brücke vom Kesselwasen aus

Foto: Johanna

Das Besondere an der Fotoschau ist die Mitarbeit der Jugendlichen an der Organisation und dem Aufbau der Ausstellung. Die Achtklässler sind nicht nur auf die Suche nach dem besten und künstlerisch wertvollsten Motiv gegangen, sondern haben die Fotoschau von Anfang an mitgeplant. Sie waren an der Öffentlichkeitsarbeit ebenso beteiligt wie an der Auswahl der besten Fotos, dem Ausstellungsaufbau mit der Rahmung der Bilder sowie der Planung und Durchführung der festlichen Vernissage.

Wasserreflexion im Handy

Foto: Fabian G.

Die Projektreihe „Fotogeschichten“ wird von der Museumspädagogik der Stadt Esslingen betreut.
 

Klein-Venedig

Foto: Lukas T.

Ausstellungsplakat

Esslingen und der Erste Weltkrieg. Heimatfront und Zeitenwende

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom 9. November 2018 bis 10. März 2019

 
 

Ausstellungs-Info

Blick in die Ausstellung

Wertvolle Leihgaben aus Institutionen wie dem Deutschen Historischen Museum in Berlin und dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart ergänzen die Objekte aus den Depots von Stadtmuseum und Stadtarchiv. Viele besonders interessante Ausstellungsstücke stammen aus Privatbesitz: Es sind sorgsam gehütete Familienschätze oder wiederentdeckte Zeugnisse aus dem Leben der Vorfahren. Gerade diese vielfältigen Objekte mit ihren überlieferten Erzählungen stellen einen besonderen Reiz der Ausstellung dar.
 

Blick in die Ausstellung

Eine Kriegswaffe aus Esslinger Produktion, ein Schützengraben zum Nachbasteln und Holzfasern als Mehlersatz beim Brotbacken: Ganz unterschiedliche Objekte zeigt die neue Ausstellung 1914-1918. Esslingen und der Erste Weltkrieg. Heimatfront und Zeitenwende“ im Stadtmuseum im Gelben Haus. Sie beleuchtet verschiedenste Aspekte des Ersten Weltkrieges und ist Zusammenfassung und Abschluss eines außergewöhnlichen historisch-kulturellen Langzeitprojektes, das 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 2014 begann und nun mit der Ausstellung endet.

Blick in die Ausstellung

Das Besondere der Ausstellung und des ganzen Projektes ist der Blick weg von der Front. Der Fokus liegt auf dem Einfluss des Krieges auf die Menschen und das Leben an der sogenannten Heimatfront. Esslingen war im Ersten Weltkrieg zwar nicht direkt vom eigentlichen Kriegsgeschehen betroffen, dennoch prägten die enormen Verluste und die Kriegsanstrengungen jede einzelne Familie, jeden Betrieb und die ganze Stadt.

Blick in die Ausstellung

Diese Auswirkungen haben Stadtmuseum im Gelben Haus und Stadtarchiv in dem Projekt „52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg“ erforscht und viereinhalb Jahre lang in vielen Facetten präsentiert. Die 52 Objekte, die seit 2014 Monat für Monat vorgestellt, aber jeweils nur vier Wochen lang gezeigt worden sind, sind nun noch einmal bis zum Ausstellungsende im März 2019 zu sehen. Ergänzt werden sie durch zahlreiche weitere Ausstellungsstücke, die einzelne Themen vertiefen sowie Vorgeschichte und Folgen des Ersten Weltkrieges illustrieren.

Blick in die Ausstellung

Die Besucherinnen und Besucher können in der Ausstellung die Jahre von 1914 bis 1918, in denen die Lebensverhältnisse immer schwieriger und trauriger wurden, nachverfolgen. Sie sehen, wie die Propaganda in die Kinderbücher und Kinderzimmer einzog und wie Kriegsverwundete und Kranke in den Lazaretten lebten. Auch Nahrungsknappheit und Verschlechterung der wenigen vorhandenen Lebensmittel werden thematisiert. Dennoch gab es gleichzeitig patriotische Gaben oder Weihnachtsgeschenke. Mit der Niederlage und der Revolution im November 1918 waren die Leiden der Bevölkerung jedoch nicht zu Ende: Heftige Kämpfe, andauernde Not und immer schneller wachsende Inflation, aber auch Versehrte und die Trauer um die vielen Gefallenen und Vermissten prägten noch lange die deutsche wie die Esslinger Gesellschaft.

Blick in die Ausstellung

Fotografien: Michael Saile