Silber Sachen

Die Esslinger Metallwarenindustrie 1815 - 1981

Ausstellung vom 21.03.2004 - 15.08.2004

 


Die ehemalige Reichsstadt Esslingen erlebte nach ihrem Übergang an Württemberg im Jahre 1803 einen rasanten Aufstieg zu einer der führenden Industriestädte in Südwestdeutschland. Einer der bedeutendsten Industriezweige war dabei die Fabrikation versilberter Metallwaren und Luxusgegenstände. Bereits seit 1815 wirkte der Fabrikant Carl Deffner in der Stadt und legte mit seinem Unternehmen den Grundstein für eine bis weit in das 20. Jahrhundert hinein reichende Tradition der Metallwarenfabrikation in Esslingen.


Dazu gehörten auch die Firmen F.W. Quist und A. Ritter & Co., eine der Stammfirmen der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) in Geislingen/Steige. Neben diesen bekannten Firmen gab es noch zahlreiche weitere wie Hans Peter oder Dupper & Bernhold, deren Namen heute meist vergessen sind. Die Produkte dieser Firmen fanden Kunden in ganz Deutschland, Europa und sogar in der ganzen Welt.


Ihre Blütezeit erlebte die Esslinger Metallwarenindustrie in der Zeit zwischen 1890 und 1930. Die Produktion dieser Jahre ist neben traditionelleren Formen durch den Jugendstil und den Art Déco geprägt. Einen besonderen Höhepunkt stellt um 1900 die Zusammenarbeit der Firma Quist mit dem französischen Designer Paul Follot dar.


Das Stadtmuseum Esslingen bietet in dieser Ausstellung neben zahllosen Erzeugnissen der einheimischen Metallwaren- fabrikation einen Überblick über die Firmengeschichten und Stilentwicklungen bis in die 1970er Jahre. Sie gibt Einblicke in die Produktion versilberter Metallwaren und ihre erfolgreiche Verbreitung in Deutschland und Europa. Zugleich werden bedeutende Neuerwerbungen und neue Erkenntnisse über die Esslinger Metallwarenindustrie erstmals öffentlich präsentiert.


Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog.



Sonderausstellung:

Feuerstein
und Keltengold
Archäologische Schätze aus Esslingen und der Region

19.10 bis 19.02.2012

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