Papiergeschichten
175 Jahre Schreiberverlag
30. Juli 2006 - 14 Januar 2007



1831 kommt der 22jährige Lithograph Jakob Ferdinand Schreiber (1809–1867) nach Esslingen und gründet eine Steindruckerei. Eine Erfolgsgeschichte beginnt. Vielfalt und Qualität der Schreiber-Produkte sorgen dafür, dass die Bücher, Modellbogen und Papiertheater einen Siegeszug antreten.
In der Jubiläumsausstellung sind nicht nur die erfolgreichsten Produkte aus 175 Jahren Verlagsgeschichte zu bewundern. Erzählt wird auch von der Arbeit der Beschäftigten, von den technischen Bedingungen und der engen Verbindung mit dem Verlagssitz Esslingen.
Frosch



PapierProfile

Hinter dem Papier stecken immer Menschen. Eine Reihe von Persönlichkeiten sorgen für den Erfolg des Unternehmens und prägen das Verlagsprogramm. Eine Auswahl wichtiger Mitarbeiter repräsentiert verschiedene Arbeitsgebiete: Lothar Meggendorfer ist ein weithin bekannter Maler, Zeichner und Karikaturist. Mathilde Ade illustriert Bilderbücher mit pfiffig-frechen Texten, Theodor Haecker ist Redakteur der „Meggendorfer Blätter“ und beeinflusst als Philosoph den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Theodor Guggenberger malt Dekorationen für das Papiertheater, die Maßstäbe setzen. Hubert Siegmund begeistert mit seinen Konstruktionen viele Jahrzehnte lang die Freunde des Modellbaus.



Überkinder



Wurzelkinder

Das berühmteste Buch des Verlags - „Etwas von den Wurzelkindern“ von Sybille von Olfers - feiert seinen 100. Geburtstag. Seit 1906 erscheint es in zahllosen Auflagen und mehreren Sprachen. Generationen von Kindern haben anhand der Figuren der Wurzelkinder und Mutter Erde den Lauf der Jahreszeiten kennen gelernt. Die Bilder zeigen das Ruhen der Natur im Winter und das Erwachen zu Frühlingsbeginn, den Herbst und die Wiederkehr des Winters. Die „Wurzelkinder“ sind für viele Erwachsene ein unvergesslicher Teil der Kindheitserinnerungen.


Wurzelkinder


Ein Museum - zwei Häuser

Erstmals präsentiert das J. F. Schreiber-Museum eine Wechselausstellung im Schwörhaus. Dies ist ein Signal. Denn nach einer Umbauphase soll die Dauerausstellung aus dem Salemer Pfleghof in das endgültige Domizil, das Schwörhaus, umziehen. Aber soweit ist es noch längst nicht. Im Dachgeschoss des Salemer Pfleghofs werden die Produkte und die Geschichte des Schreiber-Verlags in einer eindrucksvollen Inszenierung Jung und Alt vorgestellt. Als Magnet hat sich in den vergangenen Jahren neben dem Spiel- und Bastelbereich vor allem die Wurzelhöhle entpuppt. Nur zu gerne lassen sich Kinder und Eltern hier in die Welt der Wurzeln entführen.








Aktuell

Sonderausstellung:

„… und dann das Vergnügen.“ 200 Jahre Freizeit in Esslingen

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