Coolturgeschichte des Schneemanns

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus vom
30. November 2008 - 22. März 2009


Der Mann, der aus der Kälte kommt …“ – groß und unnahbar, abweisend und Furcht erregend. Mit diesen Charakter- merkmalen erscheinen am Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Schneemänner in Monatskupfern und Kinderliedern: mürrische Zeitgenossen schneereicher Szenen.



Gut hundert Jahre später ist der Siegeszug dieser frostigen Gesellen nicht mehr zu bremsen. Sie sind aus Bildern, die mit der kalten Jahreszeit zu tun haben, gar nicht mehr wegzudenken. Nun lächeln sie freundlich um die Wette, aus Büchern und von Glückwunschkarten, von Spielen, Wandbildern und Verpackungen. Kaum eine andere Figur lässt sich inzwischen weltweit und monatelang derart vielseitig einsetzen. Ab November erobern Heerscharen von Schneemännern die Plakatsäulen, Schaufenster und Anzeigen, ganz zu schweigen von Wohn- und Kinderzimmern. Erst mit dem Ende des Winters ab März verschwinden sie wieder von der Bildfläche.



Die Ausstellung präsentiert die Motivgeschichte des Schnee- manns im Wandel der Zeit: vom grimmigen Mann aus Schnee für draußen zum liebenswerten Plüschmann und Sympathieträger für drinnen. Und dann ist da noch die weltweit größte Sammlung von Schneemännern. Inzwischen umfasst sie mehr als 3000 Exemplare, damit hält Cornelius Grätz aus Reutlingen den Weltrekord und hat 2001 einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde erhalten. Seit rund zehn Jahren trägt er neue und alte, kleine und große Schneemänner zusammen. Ein Teil von ihnen kann in der Ausstellung bewundert werden. Die weißen, kugeligen Gestalten sind stimmungsvoller Christbaumschmuck und bunte Schaufensterfigur, es gibt Schneemänner in allen Varianten – als Seife, Kuscheltier, Kerze, Serviettenring, Tablett, Lesezeichen – und ganz unwinterlich auf einem Badezimmervorleger.


Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 30. November 2008, 11 Uhr im Stadtmuseum im Gelben Haus statt.

Bastelprogramm für Kinder
Programm für Kindergärten und Grundschulen



Blick in die Ausstellungsräume:

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© Martin Bertele


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