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Seine Blütezeit erlebte das böhmisch-mährische Krippenwesen von etwa 1850 bis in die 1930er Jahre. Das Jahr 1945 und die Vertreibung der deutschen Bevölkerung bedeuteten zunächst das Ende dieser Tradition. Viele Besitzer mussten ihre Krippen zurücklassen, meist wurden diese zerstört.
So hat auch die Huschka-Krippe eine abenteuerliche Geschichte hinter sich: Rudolf Huschka musste sie zurücklassen bei der Flucht aus seiner Heimatstadt Zwittau (heute Svitavy), die zwischen Königgrätz (heute Hradec Králové) und Brünn (heute Brno) im böhmisch-mährischen Hügelland liegt. 1968 machte er sich auf die Suche nach der Hauskrippe und fand Fragmente, genauer 19 handgeschnitzte Figuren. Die übrige Ausstattung wie etwa der Krippenstall war verschollen. Durch Tausch, Ankauf und Eigenbau gelang es ihm, die Krippe wiederherzustellen. So stand sie lange in seiner Wohnung in Plochingen. Seit Ende der 1980er Jahre wurde die Huschka-Krippe im Pliensauturm in Esslingen aufbewahrt und vom Arbeitskreis Zwittau e.V. (AKZ) gepflegt.
Die Huschka-Krippe umfasst etwa 40 Figuren, mehrere Gebäude (Krippenstall, Kirche, Wind- und Wassermühle, Köhlermeiler) und Bäume auf einer terrassenförmigen Holzkonstruktion. Ein Elektromotor und eine Übertragungsmechanik aus Zahnrädern und Ketten bewegen einige Objekte der Szenerie. Vier Tafelbilder als Kulisse bilden Rück- und Seitenwände. Neben den geretteten Figuren aus dem 19. Jahrhundert, die äußerst individuell gestaltet sind, finden sich neuere, teilweise maschinell gefertigte. In eine der historischen Figuren, den Schafscherer, ist die Jahreszahl 1891 eingeschnitzt – ein Anhaltspunkt für das Mindestalter der Ausstattung.
Die Eröffnung der Kabinettausstellung findet am Sonntag, 25. November um 11 Uhr im Stadtmuseum Esslingen, Hafenmarkt 7 statt.
Der Eintritt zu dieser Ausstellung ist frei
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