"Seht, welch kostbares Erbe!"

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt gerettete Baudenkmale im Stadtmuseum Esslingen vor.


22. September bis 7. November 2004




 

22 ihrer Förderprojekte präsentiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz vom 23. September bis zum 7. November 2004 im Stadtmuseum im Gelbem Haus in Esslingen. Denkmale der verschiedensten Gattungen aus ganz Deutschland werden in der Fotoausstellung gezeigt. Dazu gehört die mächtige Wismarer Georgenkirche ebenso wie die kleine Dorfkirche im thüringischen Bettenhausen, das Schloss im hessischen Romrod oder die Alte Kapelle in Regensburg. Aus Baden-Württemberg wird neben der Sauschwänzlebahn im Wutachtal auch das ehemalige Franziskanerinnenkloster in Horb und das vormalige königliche Kurtheater in Bad Wildbad vorgestellt.

Seit ihrer Gründung hat die private Bonner Stiftung von über 150.000 Förderern inzwischen mehr als 87 Mio Euro Spenden für die Bewahrung von Baudenkmalen erhalten. Seit 1991 konnte die Stiftung aus Spenden, erheblichen Mitteln der Fernsehlotterie GlücksSpirale und zeitweiligen Zuschüssen des Bundes mit insgesamt rund 310 Mio Euro rund 3.000 bedrohte Baudenkmale retten helfen. Bis Ende 2003 wurden in 321Baden-Württemberg 62 Projekte mit über 47 mehr als 7,6 Mio Euro gefördert, für 2004 sind wiederum über 30 Projekte beantragt. vorgesehen. Zu den Förderobjekten in Esslingen zählen die Glasfenster in St. Dionys und die Ratsstube im Rathaus, im Umfeld sind es u.a. das Weberzunfthaus in Wangen oder das Schloß in Köngen.

Trotz der eindrucksvollen Rettungsbilanz der letzten Jahre warnt die Stiftung vor einem Nachlassen der Bemühungen: viele Bauten benötigen akute Hilfe, damit sie der nächsten Generation erhalten werden können. Wegen der rückläufigen Denkmalschutzmittel in den Ländern und Gemeinden steigt auch die Anzahl der Förderanträge an die Stiftung rapide, die inzwischen nur noch zwei von fünf Anträge annehmen kann.

Die Ausstellung ist bis zum 7. November dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen; der Eintritt ist frei.


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