Hundert Jahre Adventskalender
(Sammlung Esther Gajek)

20. November 2004 bis 23. Januar 2005



Gerade hundert Jahre ist es her, da erschien in Stuttgart 1904 der erste gedruckte Adventskalender mit 24 kleinen, weihnachtlichen Szenen. Die Idee hatte Gerhard Lang, ein Pfarrerssohn aus Maulbronn; die Zeichnung stammte von Richard Ernst Kepler. Mit diesem Ausschneidebogen begann der Siegeszug eines Kalenders für die Tage vom 1. bis zum 24. Dezember: zuerst in Deutschland, dann in Westeuropa und inzwischen in vielen Ländern der Erde.

Aus der bedeutenden Sammlung von Adventskalendern der Regensburgerin Esther Gajek wurden aus über 3000 Exemplaren die kostbarsten, ältesten, schönsten und interessantesten Stücke ausgewählt. Dieser einzigartige Bestand enthält vor allem die Entwürfe, Aquarelle und druckfrischen Belegstücke des ersten Adventskalender-Verlages von Gerhard Lang, der von 1908 bis 1939 bestand.

Von dem Adventskalender „Im Lande des Christkinds“ (1904) über die „Weihnachtsuhr“ (1925) und die „Himmels- fenster“ (1937) spannt sich der Bogen über den nationalsozialistischen Adventskalender „Vorweihnachten“ bis in die Gegenwart zu Micky Maus und zur Teddy-Weihnacht. Türchenkalender sind genauso vertreten wie Zieh- und Steckkalender, Adventskapellen mit vielen Kulissen und große, dreidimensionale Kaufläden mit Überraschungen - nicht zu vergessen die vielen Adventskalender mit Schokolade-Füllung, wie sie seit 1925 hergestellt werden.

Einen Augenschmaus stellen nicht nur die Adventskalender dieser Sammlung dar, sondern auch die Inszenierungen der Ausstellung: vier zeitgenössische Kinderzimmer, ein Potpourri heutiger Adventskalender, ein überdimensionaler Kalender mit Ziehfiguren, die bewegt werden dürfen, und – als Höhepunkt – der Nachbau des ersten Lang’schen Kalenders als Großkalender mit Türchen zum Öffnen.


Führungen am 21. November und 19. Dezember 2004 und 23. Januar 2005, 15 Uhr, und nach Absprache


Sonderausstellung:

„… und dann das Vergnügen.“ 200 Jahre Freizeit in Esslingen

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