VORTRAG – VERANSTALTUNGSREIHE „52 X ESSLINGEN UND DER ERSTE WELTKRIEG

Papierkrieg

Von der Schreibmaschine als „Waffe“ im Ersten Weltkrieg handelt ein Vortrag am Dienstag, 6. Juni 2017, 18 Uhr im Stadtmuseum im Gelben Haus in Esslingen am Neckar.

Unter dem Motto „Papierkrieg“ spricht der Historiker Dr. Winfried Mönch über die Bedeutung der Bürokratie im Ersten Weltkrieg. Vorgestellt wird eine maschinenschriftliche Feldpostkarte aus Esslingen als Objekt des Monats Juni im Projekt „52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg“.
 
Der Erste Weltkrieg wäre ohne eine immer mächtiger werdende Bürokratie nicht denkbar gewesen. Wie die Schreibmaschine die „Waffe“ dieser Verwaltung war, erläutert der Referent. Schon vor dem Krieg hatte die Schreibmaschine in der Wirtschaft die Effizienz enorm gesteigert. Beim Militär wuchs sich ihre Verwendung zu einem überbordenden schriftlichen Dienstverkehr aus. Dieser „Papierkrieg“ war zwar unblutig, bedrohte aber indirekt alle.
 
Das Objekt des Monats Juni ist eine seltene private Feldpostkarte, die mit Schreibmaschine geschrieben ist. Die Karte ist so auch Dokument militärischer Ausbildung, wenn der Soldat nach Hause schreibt: „Ich übe mich eben im Maschinenschreiben.“

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