Ausstellungen

Ausstellungssommer 2017

ProtEStantisch!? Esslingens Weg zur neuen Lehre 1517–1555

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus
3. Juni bis 12. November 2017

500 Jahre Reformation: Auch das Stadtmuseum im Gelben Haus in Esslingen widmet diesem Thema im Jubiläumsjahr eine Ausstellung. Die Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus stellt als „Intervention“ in der Dauerausstellung ausgewählte Objekte in Zusammenhang mit der Reformation.

Ausstellungs-Info

Als Martin Luther am 31. Oktober 1517 in Wittenberg die Missstände in der Kirche anprangerte, ahnte niemand, welche Folgen dies haben sollte. Denn was als Beginn einer Diskussion um die Erneuerung der Kirche gedacht war, hatte weitreichende Folgen: Im ganzen deutschsprachigen Raum kam es in den folgenden Jahrzehnten zu Auseinandersetzungen um die Frage, welcher Glaube denn nun „der richtige“ sei.

Zwar wurde in Esslingen die neue Lehre erst 1531 offiziell eingeführt, doch ihr Einfluss war schon seit 1517/18 bemerkbar. In Esslingen wurde lange um die Einführung der Reformation gerungen. Dabei ging es nicht nur um religiöse Inhalte. Vielfältige Rahmenbedingungen beeinflussten die Entscheidung. Denn sie betraf nach außen das Verhältnis der Stadt zum Kaiser, innerstädtisch wirktesie sich auf die politische und soziale Ordnung aus. So war der Weg bis zur Einführung der neuen Lehre alles andere als geradlinig.

Welche Auswirkungen das welthistorisch bedeutsame Ereignis in Wittenberg für die Reichsstadt und ihre Bürger hatte (und womöglich bis heute hat), zeigt die Ausstellung. Dabei werden interessante Stücke aus dem Bestand des Stadtmuseums und wertvolle Leihgaben nicht in eigenen Räumen präsentiert, sondern in die ständige Ausstellung im ganzen Haus integriert. So wird ein ganz neuer Blick auf das Gewohnte ermöglicht.
 
Wichtige Objekte stammen vor allem aus den umfangreichen und wertvollen Beständen des Stadtarchivs zur Reformationsgeschichte und aus der Evangelischen Kirchenbibliothek Esslingen. Sie ermöglichen es, anhand authentischer Exponate die Reformationszeit erfahrbar zu machen.

Zu den beeindruckenden Leihgaben zählt ein Originalbrief Luthers, der heute im Stadtarchiv aufbewahrt wird. Mit diesem Schreiben beantwortete der Reformator 1535 eine Frage des Esslinger Rates. Der Brief wurde in der Stadt stets in hohen Ehren gehalten und entsprechend gewürdigt. Der direkte Kontakt mit dem Reformator verschaffte Esslingen eine „Reliquie“ des neuen Glaubens und wirkte nachhaltig auf die Bildung eines evangelischen Konfessionsbewusstseins.
 
Zu sehen ist ebenfalls eines der wichtigsten Dokumente der Reformation: eine originale Ausfertigung des Wormser Edikts, mit dem der Kaiser 1521 die Reichsacht gegen Luther und seine Anhänger verhängte. Martin Luther ist auch von Angesicht zu sehen: nicht als repräsentatives Ölgemälde eines Malerstars, sondern als intimes Porträt eines nachdenklich Forschenden in einem Holzschnitt von 1520. Darüber hinaus werden selten gezeigte wertvolle Dokumente und Bücher, darunter natürlich auch eine Lutherbibel, präsentiert.

Die Eröffnung findet am Freitag, 2. Juni 2017 um 18 Uhr im Kutschersaal der Stadtbücherei, Eingang in der Webergasse 8, in 73728 Esslingen am Neckar statt. Sie ist gleichzeitig Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe „Reichsstadt und Reformation. Esslingen, Luther und die Folgen“ von Kulturamt, Stadtarchiv und Städtischen Museen Esslingen.
 
Die Veranstaltungsreihe „Reichsstadt und Reformation. Esslingen, Luther und die Folgen“ von Kulturamt, Stadtarchiv und Städtischen Museen Esslingen beleuchtet mit der Ausstellung und thematisch vielfältigen Veranstaltungen die konfessionelle und politische Entwicklung in der ehemaligen Reichsstadt Esslingen seit 1517. Sie zeigen, wie sich die Entwicklung der Reformation auf die Geschicke der Stadt und das Handeln der politisch Verantwortlichen auswirkte und welche Folgen sie für Esslingen hatte.
 
Für weiterführende Schulen und Betreuungseinrichtungen gibt es ein museumspädagogisches Angebot.

Öffentliche Führungen an den Sonntagen 9. Juli, 13. August und 8. Oktober 2017, jeweils 16 Uhr.
 
Freier Eintritt am Reformationstag, 31. Oktober 2017.


Esslingen in den 50er Jahren

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus
8. April bis 17. September 2017

Nierentisch und Petticoat, Wirtschaftswunder und Spätheimkehrer: Diese Stichworte sind untrennbar mit den 50er Jahren und den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland verbunden. Doch wie sah die Stadt damals aus? Wie war das Leben in Esslingen kurz nach dem Krieg? Und welche persönlichen Erinnerungen verbinden Esslinger mit den 50er Jahren?

Ausstellungs-Info

Die Ausstellung widmet sich ganz alltäglichen Themen der Zeit. Zeitgenössische Fotografien und originale Objekte aus Haushalt und Familie, Kultur und Freizeit oder Industrie machen das Leben in den 50er Jahren in Esslingen greifbar. Sie verbinden die historische Entwicklung und deren Auswirkungen auf Esslingen mit Originalobjekten und Erzählungen Esslinger Bürger.

Begeben Sie sich auf eine vielfältige Reise in die 50er Jahre, schwelgen Sie in Erinnerungen oder lernen Sie Esslingen von einer fast vergessenen Seite kennen.

Informationen zur "Mottoparty 50er Jahre" für Kinder: siehe Museumspädagogik.



Info

Bitte verwenden Sie für Anfragen per Email bis auf Weiteres nur die Adresse: museen@esslingen.de

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Haustiere lieb und lecker

Familienausstellung im Museum im Schwörhaus - Wechselausstellungen J. F. Schreiber-Museum

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