Ausstellungen

Grafik, frei

Georg Koschinski (1916-2013)

Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus
17. September bis 30. Oktober 2016

Fotografie: Daniela Wolf

Georg Koschinski wurde 1916 in Leipzig geboren. Mit 16 Jahren begann er eine Ausbildung zum Reprofotografen und besuchte gleichzeitig die Staatliche Akademie für grafische Künste und Buchgewerbe in Leipzig, war sogar Meisterschüler. 1939 wurde er mit 23 Jahren zur Luftwaffe eingezogen. Nach Krieg und Gefangenschaft kam er 1946 auf die Filder, wo er während des Krieges stationiert gewesen war. Er malte für amerikanische Soldaten und war bei einem Stuttgarter Malermeister beschäftigt. Es gelang ihm, als freiberuflicher Grafiker in der aufstrebenden Wirtschaft Esslingens Fuß zu fassen.

Versiert und vielseitig entwickelte er visuelle Konzepte für Pharmafirmen und Industrieunternehmen, aber auch für die Stadtverwaltung. Noch im Pensionsalter übernahm er ab Mitte der 1980er Jahre Aufträge für die Kultur- und Bildungsszene. Kritisch und klug begleitete er die Vernetzung der Esslinger Künstler. Bis zuletzt legte er den Pinsel nicht aus der Hand. 2013 ist Georg Koschinski im Alter von 96 Jahren in Esslingen gestorben.

Mit seinen Entwürfen für Drucksachen, Plakate, Verpackungen und vieles mehr prägte Georg Koschinski lange Jahre die Wahrnehmung von Firmen wie Friedr. Dick oder Robugen in der Öffentlichkeit. 1976 modernisierte er den Esslinger Reichsadler – noch heute sichtbar zum Beispiel auf Kanaldeckeln. Auch die Figur des Capito für die Volkshochschule oder des Stadtschreibers für die Literaturtage entwickelte er. Die Ausstellung stellt den Grafiker Georg Koschinski mit seinen Arbeitsbeziehungen in den Mittelpunkt und eröffnet dadurch überraschende Einblicke in mehr als 50 Jahre Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt Esslingen.

Die Galerie 13, Webergasse 13, zeigt vom 18. September bis 3. Oktober 2016 eine Auswahl aus dem malerischen Werk. Die Gemälde umfassen ein großes Spektrum an künstlerischen Techniken und Themen wie Impressionen aus seiner Esslinger Lebenswelt sowie Lebenserinnerungen, provozierende Gegenwartseindrücke und kreative Einfälle, die der Künstler heiter-spielerisch, satirisch-koboldhaft oder melancholisch-betroffen verarbeitete.


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Grafik, frei

Georg Koschinski (1916-2013)
Ausstellungs-Info

Ab 17. September 2016 im Stadtmuseum im Gelben Haus!

Sieh mal an!

Eine Mitmachausstellung rund ums Sehen für kleine und große Kinder.
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